
Neue Kinotermine:
Cinema Paradiso, St.Pölten 16.11.09, 20.00 Uhr + 17.11.09, 15.00 Uhr
Im Anschluss Diskussion mit Petra Hinterberger (Regisseurin), Dr. Stefan Frühwald (ärztliche Leitung d. PsychoSozialen Dienstes der Caritas St. Pölten) , in Kooperation mit Caritas St. Pölten
Cinema Paradiso, St.Pölten 17. + 23.11.09, 9.00 Uhr, Schultermine mit anschließender ExpertInnen-Diskussion, Anmeldung unter schule@cinema-paradiso.at, 02742 / 343 21 mit jeder SchülerInnenzahl möglich.
DAS KINO, Salzburg, 07.10 um 18:45 Uhr (in Anwesenheit Regisseurin,
Prim. Reinhold Fartacek und Protagonisten)
und 24.10 - 06.11.2009 17:00 Uhr
Filmfestival Das Zentrum, Radstadt Österreich
05.11.2009 20:00 Uhr
Meixnerhaus, Kaprun Salzburg
18.11.2009 19:30 Uhr
HTBL, Saalfelden Salzburg
19.11.2009 19:30 Uhr
Handelwirtsaal, Lend
24.11.2009 19:30 Uhr
Endlich ist es so weit. Der neue Dokumentarfilm ”Das verlorene Paradies” von Petra Hinterberger ist fertig gestellt. Die FILMPREMIERE findet am 3. April, um 20 Uhr im DAS KINO in Salzburg statt. (Bitte Karten im DAS KINO reservieren!) Der Film läuft bis einschließlich 20. April im Programm.
mehr Informationen unter dasverloreneparadies.at
FILMBESCHREIBUNG
„Ich habe mir gedacht: ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst vor dem Leben. Bevor ich noch mal einsam bin, schieße ich mir eine Kugel in den Kopf.“ Als Martin seine suizidalen Gedanken im Büro, nachts im Steinbruch, ausspricht, hat er den Zuschauer bereits tief mit hinein genommen in seine Gefühlswelt, in der er keinen Raum mehr für sich findet. Mit großer Offenheit rekonstruiert der 31-jährige Bergbauingenieur gemeinsam mit dem Filmteam die Verdichtung emotionaler Isolation, die dazu geführt hat, dass er sich aller vorhandenen Werkzeuge bediente, sein Leben zu beenden. Doch selbst der Sturz aus dem zweiten Stock führt nicht zum verzweifelt herbei gesehnten Ende. Martin überlebt. Dass er der Kamera heute ohne Sentimentalität aber mit gefasster Emotion begegnet, seine Geschichte nach spielt und doch nicht spielt, ist das Ergebnis einer langen, lückenlosen Therapie, die ihn bis heute begleitet. Verändert hat sie seine Wirklichkeit nicht, verändert hat sie den Zugang zu ihr. Das spiegelt auch die Bildsprache des Films wider. Sie beschönigt nicht, sie zeichnet den Grenzgang zwischen Dunkel und Licht nach. Ein konsequenter Blick in jenen Teil seelischer Wirklichkeit, wo der Wunsch zu leben keine Selbstverständlichkeit (mehr) ist. Dramaturgisch sensibel integriert der Film Erfahrungen begleitender Ärzte und Psychologen, zeigt Erfahrungen aus der Suizidprävention auf, gibt aber auch Bruchstellen kontinuierlicher, rechtzeitiger Einflussnahme Raum. Raum für Philipp. Eine Amateurkamera verfolgt einen Buben, der seinem schauspielerischen Witz freien Lauf lässt. Wenig später zeigen die Filmaufnahmen ein Gesicht, das die Kamera ohne ein Lächeln fixiert. Eines Tages kann der talentierte Schüler eine einfache Aufgabe nicht mehr lösen, rekonstruiert seine Mutter den Beginn eines langen Abschieds. Nach zwölf Jahren Schizophrenie findet Philipp auch in den Zuwendungen der Familie keinen Halt mehr. Die gesellschaftlichen Netze sind weitmaschig. Dem Lehrerehepaar gelingt es nicht mehr, ihn aufzufangen. Im berührenden Dialog mit den Eltern nähert sich Das verlorene Paradies dem Suizid des 22-jährigen Philipp an: Schmerz und Zweifel, Auflehnung und Zustimmung - Gefühle, die ihren Platz suchen, den sie in unserer Gesellschaft oft nicht haben (dürfen).
Die Filmmusik von “Das verlorene Paradies” hat Christoph Burgstaller komponiert, der seit vielen Jahren als Sounddesigner und Tonmeister mit Petra Hinterberger zusammenarbeitet.
mehr informationen unter www.dasverloreneparadies.at
Petra Hinterberger dreht gerade ihren neuen Dokumentarfilm “Das verlorene Paradies”.
“Vor allem aber hat es einen tiefen Eindruck in mir hinterlassen
wie wenig Wert unsere Gesellschaft der Rettung jener beimisst
die so verzweifelt sind, dass sie ihr Leben beenden wollen.” (Kay Redfield Jamison)
Der Film “Das verlorene Paradies” thematisiert anhand von zwei individuellen Lebensgeschichten das Tabuthema Suizid. Ein Protagonist hat einen ernsthaften Suizid, der letal enden hätte sollen, durch Zufall überlebt. Er schildert was in ihm vorgegangen ist, was ihn bewegt hat, diesen entscheidenden Schritt zu tun und wie es ihm heute damit geht. Ein anderer Protagonist hat seinen Suizid nicht überlebt. Seine Familie erzählt von seiner Lebensgeschichte, die geprägt war durch grosses Leid bedingt durch eine psychische Erkrankung.
CREDITS: Buch & Regie: Petra Hinterberger / Kamera: Markus Stoffel / Ton: Michael Hossbach Kameraassistenz: Heimo Ptak / Produktionsleitung: Robert Schwarzbauer / Produktion: zenofilm, Fertigstellung: Dezember 2008 / Format: HDV 90 Min