Dokumentarfilm”Das verlorene Paradies”

Posted by on Mar 30, 2008 in Documentary | No Comments

mehr informationen unter www.dasverloreneparadies.at

Petra Hinterberger dreht gerade ihren neuen Dokumentarfilm “Das verlorene Paradies”.

“Vor allem aber hat es einen tiefen Eindruck in mir hinterlassen

wie wenig Wert unsere Gesellschaft der Rettung jener beimisst

die so verzweifelt sind, dass sie ihr Leben beenden wollen.” (Kay Redfield Jamison)

Der Film “Das verlorene Paradies” thematisiert anhand von zwei individuellen Lebensgeschichten das Tabuthema Suizid. Ein Protagonist hat einen ernsthaften Suizid, der letal enden hätte sollen, durch Zufall überlebt. Er schildert was in ihm vorgegangen ist, was ihn bewegt hat, diesen entscheidenden Schritt zu tun und wie es ihm heute damit geht. Ein anderer Protagonist hat seinen Suizid nicht überlebt. Seine Familie erzählt von seiner Lebensgeschichte, die geprägt war durch grosses Leid bedingt durch eine psychische Erkrankung.

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CREDITS: Buch & Regie: Petra Hinterberger / Kamera: Markus Stoffel / Ton: Michael Hossbach Kameraassistenz: Heimo Ptak / Produktionsleitung: Robert Schwarzbauer / Produktion: zenofilm, Fertigstellung: Dezember 2008 / Format: HDV 90 Min

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Robert Schwarzbauer, Markus Stoffel, Petra Hinterberger, Michael Hoßbach

Ausschnitt aus dem Drehtagebuch: Donnerstag, 14. Februar,… an diesem Tag haben wir ausschließlich Außendreharbeiten. Wir wollen Bilder, die Philips Eindrücke vor dem Suizid in der Salzach zeigen, mit einer Steadycam Kamera drehen. Um auch in der Salzach drehen zu können, haben wir eine Kamera mit Unterwassergehäuse besorgt. Markus Stoffel – der Kameramann steigt mit einem Neopren Anzug ausgerüstet in das 2 Grad kalte Wasser und schafft es an die 20 Minuten Filmmaterial in der Salzach zu drehen. Meine Befürchtung, die Strömung könnte Ihn zu weit abtreiben, bestätigt sich nicht. Ich bin froh als ich ihn wieder im Trockenen weiß und er seinen Einsatz unbeschadet überstanden hat. Obwohl die Sonne den ganzen Tag scheint, bin ich abends ziemlich durchgefroren. Ich weiß nicht wie es Markus geht, der 20 Minuten im Eiswasser der Salzach verbracht hat und den Großteil des Tages die über 35 Kilo schwere Steadycam Kamera getragen hat.

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Dreharbeiten mit Martin Proisl im Steinbruch / Jänner 2008.

Ausschnitt aus dem Drehtagebuch: Dienstag, 8. Jänner 2008 ,… wir beginnen um ca. 8 Uhr 45 mit einer Außentotale des Steinbruchs. Es ist kalt und nebelig. Es entstehen sehr artifizielle Bilder (auch aufgrund der hervorragenden Lichtsetzung des Kameramannes), die etwas von der durch Hoffnungslosigkeit und Isolation geprägten Stimmungslage des Protagonisten spürbar machen. Der Drehtag ca. gegen 22 Uhr. Alle sind müde und zugleich erleichtert, ein wichtiges Stück Film geschafft zu haben.

Dreharbeiten mit Martin Proisl im Steinbruch

Heimo Ptak, Markus Stoffel und Petra Hinterberger

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Martin Proisl in seinem Büro im Steinbruch in Weißbach

Überlegungen zur Gestaltung: Im Gegensatz zu herkömmlichen Dokumentationen im Reportagestil haben wir uns stilistisch für eine geschlossene Form entschieden mit langen Einstellungen, präziser Lichtsetzung und monochromer Farbgebung. Trotz der vielen Inszenierungselemente wollen wir dass Geschehene nicht eindimensional abbilden, sondern visuelle und akustische Bilder zu schaffen, die es den ZuschauerInnen ermöglichen eine Vorstellung vom Innenleben der ProtagonistInnen zu bekommen.


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